Neue Rosengeschichten von Werner Ruf
 
Rosenbuch Titel web

Er hat es wieder getan: nach seinem Fachbuch beschreibt Werner Ruf nun in dem neuen Buch "Weiße Rosen und ihre schönen Schwestern" nicht nur phantasie- und liebevoll weiße Rosensorten sondern setzt im 150. Jubiläumsjahr des Steinfurther Rosenanbaus noch eine anschauliche, lesenswerte Schilderung dessen voran. Die wunderschönen Bilder wurden von dem renommierten Fotografen Josh Westrich kreativ in Szene gesetzt.

Wer also auf der Suche nach einem wirklich besonderen Werk über Rosen ist, kann es hier auf unserer Homepage bestellen: Einfach unter der Rubrik „Rosenlädchen“, dann „Bücher“ und darunter den untersten Titel anklicken. Wer bis 15. Dezember bestellt, bekommt das Buch noch zum Subkriptionspreis von 29,80 € (ab Januar 35,00 €) und natürlich noch vor Weihnachten zugeschickt.

Eine schöne Geschenkidee für jeden Rosenfreund!

 

Schnuppern Sie mal ins Buch ...

 

Ballerina

Eine echte Ballerina ist sie. Die zarten leichten Blüten schweben mehr auf den zarten Stielchen als das sie daran wachsen. Wie ein Tutu spreizen sie sich im unteren Teil der Dolde auseinander und man wartet schon darauf, dass sie sich anmutig zu drehen beginnen. Eine ganze Horde kleiner Ballerinadolden wirbelt auf dem kleinen Strauch umeinander wie eine Tanzschulklasse, die den Übungsraum stürmt. Und sogar der ganze Strauch selbst steht im Garten wie eine kleine Ballerina, ein kleiner übermütiger Strauch, der im Garten einfach nicht ruhig stehen kann. Rosenkataloge können sich nicht entscheiden, wohin man die übermütige Moschusrose stecken soll, mal findet man sie botanisch korrekt bei den historischen Rosen unter der Moschatagruppe, mal wird der bis zu 1,2 m hohe kleine Strauch wegen seines dichten und breiten Wuchses bei den Bodendeckern geführt und mal steht er als moderne Sorte bei den öfter blühenden Strauchrosen; mitunter führen Naturgärtner dieses Sorte auch als naturnahe Bienenweide und Hagebuttenpflanze. Und überall hat diese Eingruppierung ihre Berechtigung und passt. Eine Ballerina ist sie, keine Primaballerina mit Allüren und Affektiertheiten, sondern eine echte Ballerina: Hüpft anmutig von einer Sparte in die andere und fragt sich nicht, ob das jetzt korrekt ist, sondern zeigt einfach was sie eben kann. Und was sie kann ist durchaus nicht wenig oder gar stümperhaft, nein es passt: Sie erfreut die Menschen und die Natur, erfüllt viele verschiedene Zwecke und ist eine der erstaunenswerten Rosen die im Herbst gleichzeitig Hagebutten und Blüten zeigen. Ihre offenen ganz einfachen Blüten bezaubern mit ihrem weißen Innenkranz um die leuchtenden Staubgefäße. Üblicherweise ist es dieses Farbspiel, das in Natura und auf dem Foto dominiert. Hier erscheint die kleine wahrlich in einem ganz andern Licht. Die gelben Staubgefäße treten hier so morgenrötehaft hervor, dass man ob der Leuchtkraft das weiß-rosa gar nicht auf den ersten Blick sieht und dennoch ist es genau das, was den Lichtreiz so perfekt macht. Es ist dies, was es ermöglicht, dass man den vollen Reiz der nebeneinanderstehenden Blüten so erfrischend wahrnimmt. Frisch erblühte Blütchen stehen neben schon fast abgeblühten mit ihren satten rötlich-goldenen Staubgefäßen wie blonde neben rothaarigen Ballerinas. Und mittendrin doch eine fast schlohweiße, strenge Primaballerina, deren Staubgefäße wie eine streng zurückgekämmte Haarpracht aneinander liegen und sie sagt: Kommt Kinder, ich mach es euch mal vor..

 

Moonlight

Wenn sanft das Mondlicht auf den Hügeln schläft… Unweigerlich kommt einem dieser Buchtitel in den Sinn, wenn man die sanft leuchtenden Blütendolden anschaut. Wie intensives Vollmondlicht schimmern sie hier durchdringend aber doch fahl und die gräulichen Schattierungen der Blütenblätter erinnern an die unebene Oberfläche des Erdtrabanten. Nur wenig zu sehen ist hier die durchaus kräftige Bestachelung mit tief dunkelroten Hakenstacheln, nur andeutungsweise erkennt man die leicht rötliche Färbung der Triebe und das glänzende, fast grünschwarze Laub. Im ersten Frühjahrsaustrieb zeigt sich die Anthocyanlastigkeit der Rose in vollem Ornat: feuerrot sprießen die ersten Triebe schon Mitte Mai hervor und verwandeln den kahlen Strauch in einen Vulkan aus feuerroten Trieben. Eilig hat sie es: Ende April sind schon die ersten Blütendolden zu erkennen, während sich bei uns im Garten nebenan die Moosrose noch überlegt, ob sie austreiben oder noch warten soll. Gerade diese beiden nebeneinander sind faszinierend. Oft halten Kunden die Moosrose für tot, weil sie immer noch nicht begonnen hat zu treiben, während Moonlight schon Knospen bildet. Ende September beginnt Moonlight den vierten Flor, der in diesem Jahr sogar noch bis Dezember andauerte. Die Moosrose steht zu diesem Zeitpunkt schon nahezu ohne Laub im Wintermodus. Manchmal wird ihr die Voreiligkeit zum Verhängnis, wenn Spätfröste die Knospen wieder vernichten. Allein, das ficht sie nicht an, dann werden eben wieder neue gebildet. Überhaupt ist Wüchsigkeit ein weiteres Markenzeichen dieser Moschusrose, Wüchsigkeit in Bezug auf Tempo und auf Größe. Bis zu drei Meter hoch klettern? Kein Problem. Zwei Meter in die Breite? Wenn Platz ist - gerne! Dreimal blühen in einem Sommer? Immer! Und wer dann eine dieser üppigen Moonlights sein Eigen nennt, kann in der Junivollmondnacht den Mond mit der Moonlight um die Wette leuchten sehen.

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